Chronik des Männergesangvereins Waggum e.V.
Erstellt von Hans Reinhardt
 
fl
 
fl2
 

Der Männergesangverein Waggum wurde im Juni 1892 gegründet. Das genaue Gründungsdatum lässt sich nicht belegen, da das alte Protokollbuch des Vereins 1945 den Kriegswirren zum Opfer fiel. Man weiß aber, dass der damalige Kantor Heinrich Wesche den Chor dirigierte und sein Bruder, der Anbauer August Wesche, den Vorsitz übernahm. Nach Aussagen älterer Mitglieder wurde Wilhelm Gebhardt noch in den 90er-Jahren Nachfolger von August Wesche.                       

Im Protokollbuch des Schulvorstandes befindet sich folgende Eintragung, die die Existenz
des Männergesangvereins Waggum im Jahre 1893 belegt:

„Geschehen, Waggum, den 5. Januar 1893, Punkt 2: Sodann stand der Antrag des Gemeinde-
vorstehers Bosse zur Beratung, daß der Gesangverein für die Benutzung des Schulzimmers
)
jährlich 15 M  an die Schulkasse zahle, Es wurde über diesen Antrag gesprochen. Ackermann
Schaper stellte sodann den Verbesserungsantrag, daß nicht 15 M, sondern nur 6 M  jährlich
vom Gesangverein an die Schulkasse zu zahlen seien, und begründete derselbe.
In dieser Fassung wurde der Antrag sodann mit Majorität zum Beschluss erhoben und wurde
Pastor Adolph beauftragt, diesen Beschluss dem Vorsitzenden des Vereins mitzuteilen mit
dem Bemerken, dass, wenn diese Summe nicht jetzt gezahlt werde, dem Gesangverein die
Benutzung des Schulzimmers damit verwehrt sei.“

Ein zweiter Hinweis  befindet sich im Kassenbuch der Gemeinde Waggum. Der Männergesangverein musste für das erste Tanzvergnügen in der Geschichte des Vereins, am  15. Januar 1893, acht Mark an die “Ortsarmen-Casse zu Waggum” abführen, wie nachstehender Auszug belegt:


 
 

Das Schulzimmer in der „uralten Schule“, die 1897 abgerissen wurde, war also der erste Übungsraum des MGV.

 
Was geschah im Dorfe am Ende des 19. Jahrhunderts?
 

Über die Situation in der Dorfgemeinde in den Neunziger Jahren des vorigen Jahrhunderts finden sich einige Angaben im Protokollbuch der Gemeinde Waggum: In der Zeit zwischen 1871 und 1900 war die Einwohnerzahl von 293 auf 411 gewachsen. Bei der Kommunalwahl am 4. Januar 1891 waren Folgende Herren in den “Gemeinderath” gewählt worden:

 

Ackermann Hermann Bosse, Gemeindevorsteher
Ackermann Heinrich Eggeling
Ackermann Hermann Eggeling
Ackermann Ernst Eggeling
Ackermann Heinrich Schaper

 

Bis auf den Gemeindevorsteher gehörten sie alle dem Gesangverein an. 1890 hatte in Waggum der Spargelanbau begonnen. Der Spargelanbau, den viele Waggumer als Nebenerwerb betrieben, brachte gute Einnahmen und ermöglichte manchem, aus dem Erlös ein Grundstück zu erwerben. Die Statistik weist unter den Erwerbstätigen des Dorfes, die zum größten Teil in der Landwirtschaft arbeiteten, 13 Pendler aus, die in Braunschweig ihr Geld verdienten.
Was das bedeutete bei den damaligen Verkehrsverhältnissen, können wir nur erahnen. Da ein Fahrrad ein unerschwinglicher Luxus war, mußten diese Pendler ihre Arbeitsstelle zu Fuß erreichen, denn eine Buslinie gab es natürlich noch nicht. Nach einem Fußmarsch von 2 Stunden folgte ein Arbeitstag von 12 Stunden, dann wurde der Rückweg angetreten, und dennoch hatten einige offenbar noch die Kraft, am Übungssingen teilzunehmen.

 
Und in Braunschweig ?
 

In der Stadt Braunschweig vollzog sich in den Neunziger Jahren des 19. Jahrhunderts ein wirtschaftlicher Aufschwung, der sich in den folgenden Bau- und Gründungsdaten widerspiegelt:
1891    Bau der Staatsbank, Anlage des Bürgerparks
1892    Bau des Wasserwerks Bienroder Weg
1892    Bau der Husarenkaserne
1893    Anlage der Rieselfelder
1895    Bau des Landeskrankenhauses Celler Straße Gründung der MIAG
1896    Gründung der Pantherwerke
1897    Bau der Markthalle
1898    Gründung der Schmalbachwerke
1899    Gründung der Maschinenfabrik Karges u. Hammer
1900    Bau der Zuckerraffinerie,  Einweihung des Rathauses

 

Die Einwohnerzahl Braunschweigs wuchs in diesen zehn Jahren von 101.000 auf 126.500.
Dabei hatte es in den siebziger und achziger Jahren des vorigen Jahrhunderts einen wirtschaftlichen Abstieg gegeben, der sich aus dem historischen Geschehen ableiten läßt. 1866 hatte Preußen in der Schlacht von Langensalza die königlich hannoverschen Truppen besiegt und das Kö­nigreich Hannover als preußische Provinz annektiert. Preußen baute Hannover als
Wirtschaftszentrum aus.

Vor dieser Zeit war Braunschweig wirtschaftliches Zentrum Norddeutschlands. Nun wurde es wirtschaftlich und verkehrsmäßig (Eisenbahnstrecke Hannover - Stendal - Berlin) in eine Randlage gebracht und von Hannover überflügelt. Das Herzogtum Braunschweig war mit Preußen verbündet und bewahrte so seine Selbständigkeit, als im Jahre 1884 Herzog Wilhelm kinderlos starb, erlosch die ältere Linie der Welfen. Erbberechtigt war das Haus Hannover-Cumberland, das wegen seiner Ansprüche auf den Thron des Königreichs Hannover sein Erbe nicht antreten kannte. Deshalb regierten im Herzogtum Braunschweig, das ein Bundesstaat des Deutschen Reiches war, Prinzregenten: Herzog Albrecht von Preußen (er ließ den Prinzenpark anlegen) und Herzog Johann Albrecht von Mecklenburg. Erst 1913 versöhnten sich die Welfen mit den Hohenzollern durch die Heirat des Herzogs Ernst-August von Hannover-Cumberland mit der Kaisertochter Viktoria-Luise.

 

Chöre in der Nachbarschaft

 

Auf  Initiative des Hilfslehrers Wittig wurde in Bienrode 1893 ein Gesangverein gegründet, in Hondelage erst 1908. In Braunschweig gab es seit 1846 den "Braunschweiger Männer-gesangverein”. Kurze Zeit später wurden weitere “Liedertafeln“ und Gesangvereine gegründet, darunter auch solche, die nach Berufen orientiert waren wie der “Typographie-Gesangverein” oder die Liedertafel des “Handwerkervereins” (später “Braunschweiger Arbeiter-Verein”). Einige kleinere Vereine, deren Mitglieder überwiegend aus Kreisen der Arbeiterschaft stammten, schlossen sich nach Aufhebung der Sozialistengesetze 1892 der Dachorganisation “Deutscher Arbeiter-Sängerbund” (1933 zwangsaufgelöst) an, dessen Nachfolge 1947 der “Deutsche Allgemeine Sängerbund” antrat, dem der MGV Waggum heute auch angehört.

 

Zurück zum Männergesangverein Waggum

 

Im Sommer 1895 erhielt der Verein eine Fahne, die von der Braunschweiger Firma “Fahnen Meves” hergestellt wurde. Das festliche Ereignis der Fahnenweihe wurde mit der Plattenkamera festgehalten. Vor der Gastwirtschaft “Grüner Wald” ließen sich 41 aktive Sänger mit dem Dirigenten H. Wesche und dem Vorsitzenden W. Gebhardt Fotografieren. Auch sieben Ehrenjungfrauen waren wie damals üblich bei der Fahnenweihe dabei.
Wenn man bedenkt, daß Waggum zu der Zeit etwa vierhundert Einwohner hatte, ist die Zahl von 41 Mitgliedern sehr hoch. Offenbar hatte der MGV ein hohes gesellschaftliches Ansehen in der Gemeinde. Die Personen dieser “Gründergeneration” sind auf der nächsten Seite
abgebildet und namentlich aufgeführt.

 
 
 

Bis zum ersten Weltkrieg unterhielt der MGV enge Kontakte zu den benachbarten Vereinen. Es ist anzunehmen, obwohl nicht belegt ist, dass man das zehn- und das zwanzigjährige
Stiftungsfest gefeiert hat. Mit Ausbruch des Krieges wurde das Übungssingen eingestellt, weil viele Sänger Soldat wurden. Interessant ist eine Protokollnotiz aus dem Protokollbuch der Gemeinde Waggum: Im Jahre 1915 wurde beschlossen, den Frauen der Kriegsteilnehmer, die Reichsunterstützung bekommen, aus der Gemeindekasse eine Beihilfe von zwei Reichsmark für jede Frau und eine Reichsmark für jedes Kind zu zahlen.

 
Das 25-jährige Jubiläum
 

des Vereins fiel in das Kriegsjahr 1917. An der Westfront bauten die deutschen Truppen eine Verteidigungsstellung, die “Siegfriedstellung”, bei Cambrai fand der erste Panzerangriff der Engländer auf Deutsche Stellungen statt. Im März 1917 brach die russische Revolution aus und im Dezember wurde an der Ostfront ein Waffenstillstand geschlossen.
Die Waggumer hatten andere Sorgen als zu feiern. Man hatte im Frühjahr 1917 den sogenannten “Steckrübenwinter” hinter sich und zu den Sorgen um das tägliche Essen kam  das Bangen um das Leben von Vätern und Söhnen. Erst  im Jahre 1919 wurde das Singen wieder aufgenommen.

 
30 Jahre MGV Waggum
 
 
 
Wir erkennen den damaligen 1. Vorsitzenden Ernst Weber und neben ihm den Dirigenten, Lehrer Ziesler. Inzwischen war die Zahl der Mitglieder auf 51 angestiegen, darunter auch einige passive (Einwohnerzahl von Waggum 459). Der Spruch, den die 25 Ehrendamen im weißen Kleid mit blauer Schärpe dem Verein widmeten, ist erhalten. Er lautete im Stil jener Zeit:

                          „An dieser festlich schönen Ehrenloge des Gesangsvereins
                            nahen wir Ehrendamen uns der schmucken Fahne
                            die im Laufe von 30 langen Jahren

                            dem Verein in leuchtender Farbenpracht voranflatterte,
                            auf dem Gang zu frohen Festen,
                            aber auch schwarzumflort, so manchem sangesfrohen Mann
                            auf seinem letzten Wege begleitete.
                           In der Hoffnung, daß der Verein noch viele Jahre wachsen,
                           blühen und gedeihen möge,
                           heften wir eine Schleife an die Fahne.“

 

Die sozialen Spannungen in der Weimarer Republik führten in vielen Orten zur Spaltung der Gesangvereine in bürgerliche und in Arbeitergesangvereine. Dank. der tatkräftigen Vereinsführung durch seinen 1. Vorsitzenden blieb der MGV Waggum davon verschont.
Die Protokollaufzeichnungen der Generalversammlungen sind uns ab 1931 erhalten. Damals bildeten den Vorstand:
Ernst Weber (1. Vorsitzender), Wilhelm Heuer (2. Vorsitzender), Hermann Engeler (Kassierer) und Heinrich Jahns (Schriftführer).
Zum vierzigjährigen Jubiläum des MG am 9. Juli 1932 erhielten die beiden noch lebenden Gründungsmitglieder Wilhelm Meier und Ernst Weber die goldene Ehrennadel. Für fùnfundzwanzigjährige Mitgliedschaft wurden Heinrich Jahns und Heinrich Engeler geehrt. Zur Generalversammlung am Ende des Jahres 1932 war der Kassenbestand für damalige Verhältnisse mit 102,65 Reichsmark günstig, so dass man ein Konto bei der Staatsbank einrichtete. Damals zahlten die Mitglieder einen Monatsbeitrag von 30 Pfennigen.

 

                                                       “Machtübernahme”

 

Das Jahr 1933 mit der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten ging an dem Verein nicht spurlos vorüber. Am 24. Mai 1933 fand eine außerordentliche Generalversammlung statt. Aufgrund des “Gleichschaltungsgesetzes” mußte der gesamte Vorstand zurücktreten. Ein Staatskommissar (Walter Schrey) bestimmte den neuen Vorstand, der allerdings aus den gleichen Personen bestand. Es war lediglich die Funktion des 2. Vorsitzenden ausgewechselt worden mit der des Schriftführers. H. Jahns wurde also als 2. Vorsitzender und W. Heuer als Schriftführer bestimmt. Offenbar wollte der Staatskommissar nicht zulassen, daß zwei den Nationalsozialisten nicht genehme Personen die Spitze des Vorstandes bildeten. E. Weber und W. Heuer hatten bereits am 28. März 1933 ihren Sitz im Gemeinderat verloren, als die Nationalsozialisten eine Zwangsauflösung des Gemeinderates Waggum durchsetzten (übrigens mit drei Nein-Stimmen). Das Protokoll dieser Sitzung des MGV Waggum ist nachfolgend abgebildet.

 
 

Eine Folge der Gleichschaltung war auch der Beitritt zum Nationalsozialistischen Allgemeinen Deutschen Sängerbund. Interessant ist, dass die nachfolgenden Protokolle der Generalver- sammlungen immer den Zusatz enthalten: “Der Vorstand wurde entsprechend dem Gleichschaltungsgesetz gewählt”.

 
Die Zeit zwischen 1933 und 1945

Durch den Flugplatzbau, den Bau der Autobahn und des Mittellandkanals wurden viele Arbeitskräfte benötigt. Einige blieben in Waggum “hängen”. So stieg die Einwohnerzahl bis 1939 auf 615.

 

Zum 45. Stiftungsfest am 11. /12. Juli 1937 liegen wieder ausführliche Protokollnotizen vor. Als Gastvereine waren eingeladen: Querum, Rühme, Veltenhof, Wenden, Thune, Bevenrode, Essenrode, Sülfeld, Wendhausen, Hondelage und der MIAG-Chor. Von der Veranstaltung liegt eine  Mitschrift einer offiziellen Ansprache vor:

 

“Deutsche Sänger, Sangesfreunde, Volksgenossen!
Zum 45. mal jährt sich heute der Tag, an dem in unserer Gemeinde der Gesangverein ins Leben gerufen wurde. Gute und schlechte Zeiten sind ihnen bisher beschieden gewesen. Wenn wir heute unsere frohen Feste in Ruhe und Ordnung feiern können, während überall, wohin wir blicken, Aufruhr, Streiks und Unruhe herrschen, so haben wir dieses einzig und allein unserm Führer Adolf Hitler zu verdanken. Und wie sehr sich unser Führer mit dem Deutschen Gesang verbunden fühlt beweist er dadurch, daß er die Fahnenplakette zum Deutschen Sängerbundesfest stiftet, welches ja bekanntlich in diesem Sammer in Breslau gefeiert wird. Der Gesang ist ein unentbehrlicher Kulturfaktor, welcher einfach von den Deutschen nicht wegzudenken ist. Singe, wem Gesang gegeben, wo man singt, da laß dich ruhig nieder, böse Menschen haben keine Lieder. Wir wollen nicht nachlassen, alle Widerstände, die sich uns entgegensetzen, zu überwinden, dann wird uns der Erfolg gewiß sein “

 
50 Jahre MGV
 

Das 50. Jubiläum fiel in das Kriegsjahr 1942. Von diesem Jahr liegt auch die letzte vollständige Kassenabrechnung aus den Kriegsjahren vor: Beitrag 50 Pfennig, Kassenbestand 2 10,57 RM ;    8 Sänger im 1. Tenor, 6 im 2. Tenor, je 8 im 1. und 2. Baß von den 30 Sängern waren 9 im Kriegsdienst, 3 sind später als gefallen eingetragen (W. Flohr, 0. Müller, H. Eßmann).
Der MGV Waggum hatte in dieser Zeit das Singen eingestellt, die meisten Sänger standen an der Front. Der MGV hielt, obwohl das Übungssingen eingestellt worden war, regelmäßig seine Generalversammlungen ab. Auffällig ist, daß die Versammlungen nicht mehr mit dem Deutschen Sängergruß schlossen, sondern mit der “Führerehrung”. In dieser Zeit ist der MGV Waggum auch öffentlich beim Kreishandwerkertag 1943 aufgetreten.

 
Die Zeit nach dem Kriege
 

Waggum wurde nach dem Kriege zunächst von amerikanischen und ab 1.7.1945 von britischen Truppen besetzt. Sie quartierten sich im Gasthof “Grüner Wald” ein. Durch unachtsames Hantieren mit Spritkochern kam es 1946 zu einem Brand, dem das Vereinslokal zum Opfer fiel. Heute steht an dieser Stelle der NP- Markt.

Drei Jahre nach Kriegsende erhielt der MGV Waggum 1948 von der britischen Militär- regierung der Erlaubnis zum Singen. Unter der Leitung des damaligen Lehrers Hermann       Nötel jun. nahm man das Übungssingen wieder auf. Als Sangeslokal diente der Gasthof        “Zum Lindengarten”.

 

Der seit 1933 amtierende Vorstand stellte sich weiterhin zur Verfügung. 1949 verstarb Ernst Weber. Er hatte dem Verein 28 Jahre vorgestanden. Am  28. 12. 1949 wählte die General- versammlung einen neuen Vorstand:

Erich Gebhardt  1. Vorsitzender, Heinrich Jahns sen. 2. Vorsitzender,  Hermann Lüer sen.

Kassierer und  Wilhelm Heuer Schriftführer.
Im  Mai 1951 übernahm der Lehrer Hans Reinhardt den Dirigentenstab. Das  60. Stiftungsfest wurde am 6. und 7. Juli 1952  gefeiert. Der Festbeitrag betrug 1,00 DM. Mit der goldenen Ehrennadel wurden Heinrich Nolte und Willi Schulze, für dreißigjährige Mitgliedschaft Heinrich Bahrs, Heinrich Flohr, Hermann Gander, Heinrich Decker, August Diestelmann, Erich Gebhardt, Wilhelm Heuer, Hermann Nötel sen., Hermann Lüer sen., Otto Engeler, Adolf Heitefuß, Robert Eickenroth und Willi Berking geehrt.

Durch die Aufnahme von Vertriebenen aus den Ostgebieten hatte sich die Einwohnerzahl Waggums auf 1041 erhöht. Im Verein herrschte zu jener Zeit ein großes Zusammen- gehörigkeitsgefühl. Nach der Not und den Entbehrungen der Kriegszeit feierte man gern und oft. Der MGV führte regelmäßig - sehr zum Wohlgefallen der Bevölkerung - Theaterstücke auf. Auch der Austausch mit Nachbarvereinen war sehr rege. Entfernungen spielten keine Rolle und wurden zu Fuß bewältigt. Und bei Sängrefesten von Nachbarvereinen wurde immer ein Faß Freibier getrunken.

 

Die positive Entwicklung hielt bis in die sechziger Jahre an. Aus dieser Zeit sind auf den folgenden Seiten zwei Mitgliederlisten abgedruckt, der eine oder andere von wird sich oder einen Bekannten dort wiederfinden.

 
 
60 Jahre MGV Waggum  (29. Juni 1952)
 
Von lks.: Otto Dürkopp, Hermann Nötel sen., Adolf Heitefuß, Willi Schaper, Willi Kopplow,
                      Otto Behrens, Dirigent Hans Reinhardt, hinter dem Notenpult Heinz Berger, Heinz Hopert, dahinter
   Hans Vollrath, Hubert Krause, im Vordergrund Heinrich Fröhlich.

 
Aktive 1966
 
   
1. Tenor
2. Tenor
1. Bass
2. Bass
 
             
   

Hermann Weber
Hubert Krause
H.Otto Eggeling
Erich Weidinger
Alfred Krause
Günter Dürkop

Otto Rosin
Heinz Gebhardt
Hermann Staats
Martin Köhler
H.Otto Dürkop
Horst Gülzow
Dieter Rosiak
Erich Funke

Otto Meyer
Waldemar Heuer
Rudi Schleregel
Günter Böhm
Günter Brandes
Günter Reck
Walter Demel

Willi Schaper
K.-Heinz Zöllkau
Edmund Behrens
Horst Diedrich
Günter Gander
Gerhard Janecke
Willi Koplow    
Gerhard Kaule
K.-Heinz Staats

 
             
Passive Mitglieder
 

Willi Eßmann, Günter Eikenroth, Wilhelm Reunig, Karl Hornberg, Hermann Deppe, Willi Ernst, Artur Schade, Heinrich Wesemann, Richardt Weber, Willi Harms, Willi Jahns, Horst Pfeifer, Otto Dürkop, Karl Pradella, Gerhardt Kraul, Sepp Schmitz, Walter Kraul, Fritz Koch,
Heinrich Kunze, Heinrich Johannes, Otto Missenberger, Herbert Schmidt, Fritz Meyer,
Otto Reichel, Heinrich Eßmann, Siegfried Borchers, Kurt Kühne, Otto Knigge, Erich Gander, Erhard Fittkau, Ernst Polte, Alfred Baderschneider, Günter Weihrauch

 
Ehrenmitglieder
 

Heinrich Bahrs, Wilhelm Heuer, Heinrich Decker, Robert Eickenroth, August Diestelmann, Robert Heumann, Hermann Lühr, Otto Engeler, Gustav Flohr

 
Die Zeit von 1972  bis zum 100-jährigen Jubiläum 1992
 
Nachdem sich Anfang der siebziger Jahre herausgestellt hatte, dass der Verein infolge schwacher Besetzung der einzelnen Stimmen bei den Singabenden häufig nicht sangesfähig war, was zur Folge hatte, daß neues Liedgut kaum noch eingeübt werden konnte, wurde in der Generalversammlung 1972 beschlossen, den Verein ruhen zu lassen. Eine Auflösung wurde abgelehnt, weil man die Hoffnung hatte, daß es in absehbarer Zeit möglich sein werde, erneut singen zu können. In der Zwischenzeit trafen sich die Sänger gelegentlich zum Einsingen, um bei besonderen Ehrungen von Vereinsmitgliedern ein Ständchen singen zu können. Im Herbst 1977 fanden sich genügend aktive alte und neue Sänger, um wieder mit dem Singen  zu beginnen. Hans Reinhardt dirigierte den Chor weiterhin. Er hatte aber wegen seiner beruflichen Belastung erklärt, dem Verein höchstens ein Jahr zur Verfügung zu stehen und den Vorstand in die Pflicht genommen, in dieser Zeit einen anderen Dirigenten zu finden, im Januar 1979 übernahm Rudi Machartz den Chor. Da er zum Einüben der Lieder ein Klavier benötigte, wurde ein gebrauchtes Klavier angeschafft. Nach dem Neubeginn 1978 wuchs der MGV überraschend schnell auf 45 aktive Sänger und erreichte gute Leistungen beim Singen in der Gemeinde und bei auswärtigen Chorsingen.                                                     
Der Chor zum 90. Jubiläum 1982     
Von lks.:Rudi Macharts (Dirigent), Walter Lindner, Günter Dürkopp,  Hubert Krause,  Jürgen Schröder
halb verdeckt Peter Hegemann, Alfred Krause, Willi Vokuhl, Schorse Schönfeld, Gerhard Seeland,  Hans-Otto Dürkopp, Gerhard Heuerding, Bernhard Krause, Karl-Heinz Köllmann,  Heinz Gebhardt,  , Willi Donner, Horst Gülzow, Gerhard Janecke, ? , Fritz Simon, Egon Lauke, Hans Reinhardt, Hans-H. Raake, Karl-Heinz Rahn, Seppel Löttrich, Bruno  Schöttke, Winfried Raake, Walter Demel,, Bernhard Sukop, Oswald Hinze, Kurt Dettmer, Kurt Kubiak, Dieter Burgtorf, Erich Funke, Willi Bötticher, Edmund Behrens. Hermann Flehe, Gerhard Kaule, Karl-Heinz  Staats.
Im selben Jahr feierte die Gemeinde ihr 975-jähriges Bestehen
 

Das letzte Jahrzehnt vor dem 100-jährigen Jubiläum stand für die Sänger ganz im Zeichen einer Steigerung der sängerischen Leistung, was vor allem unter der musi- kalischen Leitung von Gerhard Paes seit 1984 deutlich zu erkennen ist. Der MGV Waggum kann sich in der Öffentlichkeit hören lassen. Das “Hofsingen” auf dem Bauernhof  Neuhoff-Pradella und das Adventssingen in den Kirchen von Waggum und Bevenrode waren feste Bestandteile des jährlichen Programms. Höhepunkt des Hofsingens im Jahr 1991 war sicherlich der Auftritt des lettischen Chores aus Daugavpils. Bei Chorkonzerten der Nachbarvereine tritt der MGV gern auf und ist stets aktiv (z. B. mit fantasievollen Umzugswagen) bei den Waggumer Volksfesten dabei.  Im Jahre 1987 trat der MGV Waggum dem            Deutschen Allgemeinen Sängerbund e. V. bei. Damit wurden die Kontakte zu anderen Chören noch erweitert. Im Oktober 1989 stand der MGV “Pate” bei der Gründung des “Waggumer Frauenchores”, die nicht zuletzt auf Initiative von Karl-Heinz Zöllkau (Vorsitzender) und Erich Funke (2. Vor-sitzender) zurückzuführen ist. Wir Sänger freuen uns, daß nunmehr in Waggum auch ein Frau­enchor existiert, der in der Zeit seines Beste­hens unter der Leitung von Gerhard Paes und Rolf Schäfer bereits beachtliches Können bewiesen hat.
Seit Januar 1990 verbindet den MGV Waggum eine besondere Freundschaft mit den MGV Schwanebeck im Kreis Halberstadt, die von “Fritze” Ludwig angebahnt wurden. Viele gegenseitige Besuche gab es seitdem. Als Höhepunkt sind das gemeinsame Chorkonzert auf der Huysburg 1991 zu erwähnen und die jährlichen Begegnungen zum Baumhofsingen in Schwanebeck
und zum Scheunensingen in Waggum.

 
Das 100-jährige  Jubiläum 1992
 

Das Jahr 1992 stand ganz im Zeichen des 100-jährigen Jubiläums des Vereins. Der Dirigent hatte sich mit dem Chor viel vorgenommen: Das Einüben der Männerchor- bearbeitung der Chöre aus der Operette „Maske in Blau „ von Fred Raymond.  Am 16. Mai 1992 fand die Aufführung in einem glanzvollen Festkonzert in der Segel- flugzeughalle der Berliner Segelflieger statt. Unterstüzt wurde der Chor durch ein Orchester, eine Pianistin und den Tenor Rolf Völke.
In Rahmen dieses Festkonzertes überreichte Frau Prof. Dr. Pollmann, Kulturdezernentin der Stadt Braunschweig, dem MGV die vom Herrn Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker verliehene Zelterplakette an den Vorsitzenden Karl Heinz Zöllkau.

 

Die Zelter-Plakette wurde im Jahr 1956 "als Auszeichnung für Chorvereinigungen, die sich in langjährigem Wirken besondere Verdienste um die Pflege der Chormusik und des deutschen Volksliedes und damit um die Förderung des kulturellen Lebens erworben haben" von Bundespräsident Theodor Heuss gestiftet (Stiftungserlass vom 7. August 1956).

Sie zeigt auf der Vorderseite Carl Friedrich Zelter. Auf der Rückseite den Bundesadler mit der Umschrift:

Für Verdienste um Chorgesang und Volkslied“  und wird zusammen mit der Urkunde überreicht.

 
     
 
Karl Friedrich Zelter (1758 – 1832)  war Leiter der Berliner Singakademie. Unter     seiner Leitung entstand 1809 die erste „Liedertafel“ (Vereinigung zur Pflege des geselligen Gesangs) und 1822 das königliche Institut für Kirchenmusik. Der amtierende Bundespräsident verleiht die Zelterplakette alljährlich persönlich an  einen  Chor. Allen anderen  ausgezeichneten Chören wird die Zelterplakette vom Regierungspräsidenten, Oberbürgermeister oder einem Vertreter überreicht.
 
 
Der Chor im Jubiläumsjahr 1992
 

Ganz hinten auf Lücke: Günter Dürkopp, Günter Heuer, Herbert Wathsack,  X, Hans-Otto Dürkopp, Gerhard Stülten, Alfred Krause, Willi Donner, Bernhard Sukop, Werner Lobe, Rolf Streich, Hans-Heinrich Raake, Hermann Flehe, Werner Kiehne, Lothar Labisch 1. Reihe stehend: Helmut Dittrich, Georg Schönfeld, Jochen Oppermann, Gerhard Schulz, Alfred Krause, , Willi Donner,  Georg Bode, Walter Dehmel, Oswald Hinze, Willi Bötticher, Jürgen Gander,
Karl-Heinz Staats, Gerhard Kaule, Fritz Simon, Michael Eggeling Sitzend von lks.: Hubert Krause,  Walter Lindner, Seppel Löttrich, Kurt Kubiak. Gerhard Paes. Karl-Heinz Zöllkau, Fritz Ludwig, Gerhard Seeland, Hans Reinhardt

 
Im Rahmen des Waggumer Volksfestes wurde das 100-jährige vom 12. – 15. Juni 1992 gefeiert und stand ganz im Zeichen des Gesangs.
Zum Weihnachtskonzert 1992 trat der MGV erstmals in der neuen Chorkleidung auf.      1997 feierte der Chor sein 105-jähriges Bestehen vom 21. – 24. Juni und bereits am 29. Juni nahm der MGV an den Niedersächsischen Chortagen in Helmstedt teil und trat mit dem Frauenchor gemeinsam in Brunnentheater Helmstedt auf.
Der von Oberbürgermeister Werner Steffens anlässlich des Jubiläums gestiftete Walnussbaum wurde von ihm im Herbst auf dem Kinderspielplatz Nordendorfsweg gepflanzt.
Im gleichen Jahr wurde eine neue Satzung erarbeitet. Sie war die Voraussetzung für die Eintragung ins Vereinsregister beim Amtsgericht Braunschweig und wurde von der Mitgliederversammlung am 23. Januar 1998 beschlossen. Der MGV ist seitdem Eingetragener Verein e.V.
Da die Kassenlage des Vereins gut war, beschloss dieselbe Mitgliederversammlung die
Anschaffung eines Keybords. Man erhoffte sich davon eine Erleichterung für die Sänger und den Dirigenten beim Einüben neuer Lieder. Zum Ende des Jahres 1998 gab Gerhard Paes die Chorleitung  nach 14 Jahren erfolgreicher Tätigkeit auf.

Als neuen Chorleiter gelang es dem Vorstand, den Bezirkschorleiter Rolf Schäfer zu gewinnen. Damit begann im Januar 1999 eine Ära, die sich besonders in einem neuen Übungsstil zeigt,
der sich in der Atmosphäre der Singabende zeigt und sich leistungssteigernd auswirkt. Bereits beim Regionalkonzert des Wettbewerbs „Niedersachsen singt“, der vom NDR Radio Niedersachsen 1999 durchgeführt wurde, errang der MGV Waggum  den 1.Platz. Im November 1999 begab sich der Chor auf  die Reise nach Norden in Ostfriesland zu einem Freundschaftssingen mit dem MGV Norden.
In der Mitgliederversammlung am 21. Januar 2000 legte Karl-Heinz Zöllkau nach 30-jähriger Vorstands-arbeit sein Amt als 1. Vorsitzender nieder. Die Versammlung wählte ihn zum Ehrenvorsitzenden. Als neuer Vorsitzender wurde Michael Eggeling gewählt.
Im Rahmen der EXPO 2000 fand in Braunschweig eine „Klangmeile“ statt. Sie stand unter dem Motto tausend Stimmen auf den schönsten Plätzen der Braunschweiger Innenstadt. Der MGV nahm daran teil. Im September 2000 fand das Scheunensingen erstmals in Eggelings Scheune mit 6 Chören statt, und im Oktober wurde das 10-jährige Bestehen der Freundschaft mit dem MGV Schwanebeck gefeiert.

 
Das 110. Jubiläum und die Jahre danach
 

Im Juni 2002 feierte der Verein im Rahmen des Volksfestes seinen 110. „Geburtstag“ in jugendlicher Frische. Der Chor war auf 49 aktive Sänger angewachsen. Auch die Zahl der fördernden Mitglieder stieg auf  26 . Der Höhepunkt dieses Jahres war das Scheunen- singen am 1. September. Einige fachkundige Zuhörer lobten es als ein sehr gutes Konzert. Zum Gelingen der Konzerte in der Scheune trägt die gute Akustik bei.
Die nachfolgenden geselligen Stunden profitieren von der der schönen landschaftlichen
Umgebung. So ist es nicht verwunderlich, wenn sich solche Geselligkeit bis in den späten
Abend erstreckt

Für die Vorbereitung von besonderen Konzerten hat Rolf Schäfer besondere Übungs- zeiten eingeführt. Diese Seminare, ermöglichen eine intensive Übung in den einzelnen
Stimmen, was zu einer Verbesserung des Chorsingens führt.


Am 18./19. Oktober 2003 begab sich der Chor auf eine Reise nach Thüringen. Grund  war der Besuch bei Deutschlands ältesten Männergesangverein Elleben bei Erfurt.Die Sangesfreunde in Elleben hatten einen Abend im Dorfgemeinschaftshaus vorbereitet.
Nach einem gemeinsamen Konzert, in dem beide Chöre ihre Lieder
auf einem guten Niveau vortrugen, wurde nach Klängen einer Kapelle getanzt.
Wir haben uns hervorragend verstanden.

 
Natürlich war diese Begegnung nicht das einzige Ereignis. Auf der Hinfahrt stand
der Besuch der Wartburg auf dem Programm. An diesem geschichtsträchtigen Ort
haben wir zwar nicht im Sängersaal gesungen (dazu war der Touristenandrang einfach
zu groß), aber auf dem Burghof vor vielen Zuhörern. Die Besichtigung der Erfurter
Altstadt war ein weiteres Ereignis und auf der Rückfahrt das Singen im Naumburger
Dom. Insgesamt war es eine Sängerfahrt mit Niveau!
Das Jahr schlossen wir dann mit der Aufführung der „Brieger Christnacht“ im Weihkonzert zusammen
mit dem Waggumer Frauenchor ab. Dieses Weihnachtskonzert fand das Interesse vieler Schlesier,
die auch von außerhalb kamen.
Im Jahre 2004 schlossen sich der Deutsche Sängerbund und der Deutsche Allgemeine
Sängerbund zum Deutschen Chorverband zusammen. Damit wurde die jahrzehnte
währende Konkurrenz zwischen diesen beiden Sängerbünden beendet. Es ist zu hoffen,
dass dieser neue Verband die Interessen der Sängerinnen und Sänger in Deutschland
mit geeinter Stärke vertritt. Der MGV Waggum ist jetzt Mitglied im Deutschen Chorverband.
Mitglied im Deutschen Chorverband
 
Logo des Niedersächsischen Chorverbandes
 

Am 13. Oktober 2004 konnten wir dem Waggumer Frauenchor zu seinem 15-jährigen Bestehen
im Festkonzert in der Kirche gratulieren.

Im Weihnachtskonzert 2005 wurde das Chorwerk „Heilige Nacht“ von Eckhard Bonitz aufgeführt.
Beteiligt war der MGV, der Frauenchor, der Singkreis Rautheim und ein Streichorchester.
Die Vorbereitung war intensiv. Damit sich der Fleiß auch lohnte, wurde das Chorwerk auch in
Rautheim in der Aula der Schule und am 1. Weihnachtstag  in der Klosterkirche Riddagshausen
mit Orgelbegleitung durch den Organisten Karras aufgeführt. Dieses Konzert  war ein musikalischer Höhepunkt, der alle Beteiligten zu einer besonderen Leistung anspornte.

Das Jahr 2006 verlief verhältnismäßig ruhig und stand schon unter der Vorbereitung des 115.
Jubiläums des Vereins, das zusammenfällt mit dem 1000-jährigen Bestehen unseres Dorfes. Wir hoffen,dass dieses außerordentliche Jubiläum für die Gemeinde und für den MGV Waggum
ein unvergessliches Ereignis wird!

 
Der Chor im Jahr 2007
 
  1.Tenor         1.Bass            PASSIVE  
1
Dittrich, Helmut  
1
Burgtorf, Dieter  
1
Bode Hans-Georg  
2
Dürkopp, Günter      
2
Bonse, Stephan      
2
Eggeling Hans-otto  
3
Hauke, Günter  
3
Demel, Walter  
3
Freitag Manfred  
4
Heuer, Günter        
4
Ehmig, Karl - Heinz    
4
Gebhardt Heinz    
5
Kalberlah, Günter  
5
Flehe, Hermann  
5
Grzyb Achim  
6
Lütge, Wolfgang      
6
Gebhardt, Wilfried    
6
Hamann Käte      
7
Oppermann, Jochen  
7
Hamann, Heinz  
7
Harke Günter  
8
Richter, Wolfgang    
8
Hötzel, Siegfried      
8
Hinze Verena      
9
Schönfeld, Georg  
9
Jahnke, Alfred  
9
Jacobi Rolf  
10
Schulz, Gerhard      
10
Koehler, Ruthard      
10
Kecker Loni      
11
Wathsack, Herbert  
11
Krause, Alfred  
11
Kleemann Willi  
12
Teuber, Marco      
12
Krieg, Peter        
12
Koch Torsten      
   
13
Krusche, Horst  
13
Krause Olaf  
         
14
Schwarz, Jürgen      
14
Laucke Egon      
   
15
Streich, Rolf  
15
Leschnewski Herbert  
         
16
Sukop, Bernhard      
16
Misch Reinhard    
         
         
17
Müller Hildegard  
2.Tenor      
2.Bass        
18
Pradella Peter    
1
Dürkopp, Hans - Otto  
1
Bolling, Dieter  
19
Raake Hans-Heinrich  
2
Borchers, Hermann    
2
Ellermann, Dieter    
20
Schade Horst      
3
Eggeling, Michael  
3
Kaule, Gerhard  
21
Schröder Jürgen  
4
Glindemann, Erich    
4
Kiehne, Werner      
22
Seeland Gerd    
5
Hoda, Eckhard  
5
Köchy, Hans - Georg  
23
Singenstreu Horst  
6
Kagelmann, Walter    
6
Kutze, Jürgen      
24
Tolksdorf Hannelore  
7
Kiehne, Friedhelm  
7
Labisch, Lothar  
25
Weihrauch Günter  
8
Köllmann, Karl - Heinz  
8
Ladda, Volker                
9
Krause, Bernhard  
9
Raake, Winfried        
10
Luther, Wolfgang      
10
Sander, Rolf                  
11
Reinhardt, Hans  
11
Simon, Friedrich        
12
Riechers, Gerhard    
12
Staats, Karl - Heinz              
13
Schildhauer. Fritz  
13
Zöllkau, Karl - Heinz        
14
Stülten, Gerhard                            
15
Wagner, Mario              
 
Chronik des Männergesangvereins Waggum e.V.
Erstellt von Hans Reinhardt

fl

 

Der Männergesangverein Waggum wurde im Juni 1892 gegründet. Das genaue Gründungsdatum lässt sich nicht belegen, da das alte Protokollbuch des Vereins 1945 den Kriegswirren zum Opfer fiel. Man weiß aber, dass der damalige Kantor Heinrich Wesche den Chor dirigierte und sein Bruder, der Anbauer August Wesche, den Vorsitz übernahm. Nach Aussagen älterer Mitglieder wurde Wilhelm Gebhardt noch in den 90er-Jahren Nachfolger von August Wesche. 
Im Protokollbuch des Schulvorstandes befindet sich folgende Eintragung, die die Existenz des Männergesangvereins Waggum im Jahre 1893 belegt:
„Geschehen, Waggum, den 5. Januar 1893, Punkt 2: Sodann stand der Antrag des Gemeinde-vorstehers Bosse zur Beratung, dass der Gesangverein für die Benutzung des Schulzimmers)jährlich 15 M an die Schulkasse zahle. Es wurde über diesen Antrag gesprochen. Ackermann Schaper stellte sodann den Verbesserungsantrag, dass nicht 15 M, sondern nur 6 M jährlich vom Gesangverein an die Schulkasse zu zahlen seien, und begründete denselben. In dieser Fassung wurde der Antrag sodann mit Majorität zum Beschluss erhoben und wurde Pastor Adolph beauftragt, diesen Beschluss dem Vorsitzenden des Vereins mitzuteilen mit dem Bemerken, dass, wenn diese Summe nicht jetzt gezahlt werde, dem Gesangverein die Benutzung des Schulzimmers damit verwehrt sei.“
Ein zweiter Hinweis befindet sich im Kassenbuch der Gemeinde Waggum. Der Männergesangverein musste für das erste Tanzvergnügen in der Geschichte des Vereins, am 15. Januar 1893, acht Mark an die “Ortsarmen-Casse zu Waggum” abführen.                                                                                                

Das Schulzimmer in der „uralten Schule“, die 1897 abgerissen wurde, war also der erste Übungsraum des MGV.
Was geschah im Dorfe am Ende des 19. Jahrhunderts?
Über die Situation in der Dorfgemeinde in den neunziger Jahren des vorigen Jahrhunderts finden sich einige Angaben im Protokollbuch der Gemeinde Waggum: In der Zeit zwischen 1871 und 1900 war die Einwohnerzahl von 293 auf 411 gewachsen. Bei der Kommunalwahl am 4. Januar 1891 waren Folgende Herren in den “Gemeinderath” gewählt worden:

Ackermann Hermann Bosse, Gemeindevorsteher
Ackermann Heinrich Eggeling
Ackermann Hermann Eggeling
Ackermann Ernst Eggeling
Ackermann Heinrich Schaper

:fl2



Bis auf den Gemeindevorsteher gehörten sie alle dem Gesangverein an. 1890 hatte in Waggum der Spargelanbau begonnen. Der Spargelanbau, den viele Waggumer als Nebenerwerb betrieben, brachte gute Einnahmen und ermöglichte manchem, aus dem Erlös ein Grundstück zu erwerben. Die Statistik weist unter den Erwerbstätigen des Dorfes, die zum größten Teil in der Landwirtschaft arbeiteten, 13 Pendler aus, die in Braunschweig ihr Geld verdienten.
Was das bedeutete bei den damaligen Verkehrsverhältnissen, können wir nur erahnen. Da ein Fahrrad ein unerschwinglicher Luxus war, mussten diese Pendler ihre Arbeitsstelle zu Fuß erreichen, denn eine Buslinie gab es natürlich noch nicht. Nach einem Fußmarsch von 2 Stunden folgte ein Arbeitstag von 12 Stunden, dann wurde der Rückweg angetreten, und dennoch hatten einige offenbar noch die Kraft, am Übungssingen teilzunehmen.

Und in Braunschweig ?
In der Stadt Braunschweig vollzog sich in den neunziger Jahren des 19. Jahrhunderts ein wirtschaftlicher Aufschwung, der sich in den folgenden Bau- und Gründungsdaten widerspiegelt:
1891 Bau der Staatsbank, Anlage des Bürgerparks, 1892 Bau des Wasserwerks Bienroder Weg 1892 Bau der Husarenkaserne, 1893 Anlage der Rieselfelder, 1895 Bau des Landeskrankenhauses Celler Straße, Gründung der MIAG, 1896 Gründung der Pantherwerke, 1897 Bau der  Markthalle, 1898 Gründung der Schmalbachwerke, 1899 Gründung der Maschinenfabrik Karges u. Hammer, 1900 Bau der Zuckerraffinerie, Einweihung des Rathauses.
Die Einwohnerzahl Braunschweigs wuchs in diesen zehn Jahren von 101.000 auf 126.500.            

Dabei hatte es in den siebziger und achtziger Jahren des 19.Jahrhunderts einen wirtschaftlichen Abstieg gegeben, der sich aus dem historischen Geschehen ableiten lässt.                                                  

1866 hatte Preußen in der Schlacht von Langensalza die königlich hannoverschen Truppen besiegt und das Königreich Hannover als preußische Provinz annektiert. Preußen baute Hannover als Wirtschaftszentrum aus.
Vor dieser Zeit war Braunschweig wirtschaftliches Zentrum Norddeutschlands. Nun wurde es wirtschaftlich und verkehrsmäßig (Eisenbahnstrecke Hannover - Stendal - Berlin) in eine Randlage gebracht und von Hannover überflügelt. Das Herzogtum Braunschweig war mit Preußen verbündet und bewahrte so seine Selbständigkeit, als im Jahre 1884 Herzog Wilhelm kinderlos starb, erlosch die ältere Linie der Welfen. Erbberechtigt war das Haus Hannover-Cumberland, das wegen seiner Ansprüche auf den Thron des Königreichs Hannover sein Erbe nicht antreten kannte. Deshalb regierten im Herzogtum Braunschweig, das ein Bundesstaat des Deutschen Reiches war, Prinzregenten: Herzog Albrecht von Preußen (er ließ den Prinzenpark anlegen) und Herzog Johann Albrecht von Mecklenburg. Erst 1913 versöhnten sich die Welfen mit den Hohenzollern durch die Heirat des Herzogs Ernst-August von Hannover-Cumberland mit der Kaisertochter Viktoria-Luise.

Chöre in der Nachbarschaft

Auf Initiative des Hilfslehrers Wittig wurde in Bienrode 1893 ein Gesangverein gegründet, in Hondelage erst 1908. In Braunschweig gab es seit 1846 den „Braunschweiger Männergesangverein”. Kurze Zeit später wurden weitere “Liedertafeln“ und Gesangvereine gegründet, darunter auch solche, die nach Berufen orientiert waren wie der “Typographie-Gesangverein” oder die Liedertafel des “Handwerkervereins” (später “Braunschweiger Arbeiter-Verein”). Einige kleinere Vereine, deren Mitglieder überwiegend aus Kreisen der Arbeiterschaft stammten, schlossen sich nach Aufhebung der Sozialistengesetze 1892 der Dachorganisation “Deutscher Arbeiter-Sängerbund”                         (1933 zwangsaufgelöst) an,  dessen Nachfolge 1947 der “Deutsche Allgemeine Sängerbund” antrat, dem der MGV Waggum auch angehörte. Heute ist der MGV Waggum Mitglied im Deutschen Chorverband, der aus dem Zusammenschluss des Deutschen und Deutschen Allgemeinen Sängerbundes entstand.

Zurück zum Männergesangverein Waggum
Im Sommer 1895 erhielt der Verein eine Fahne, die von der Braunschweiger Firma “Fahnen Meves” hergestellt wurde. Das festliche Ereignis der Fahnenweihe wurde mit der Plattenkamera festgehalten. Vor der Gastwirtschaft “Grüner Wald” ließen sich 41 aktive Sänger mit dem Dirigenten H. Wesche und dem Vorsitzenden W.Gebhardt fotografieren. Auch sieben Ehrenjungfrauen waren,
wie damals üblich bei der Fahnenweihe dabei.  Wenn man bedenkt, daß Waggum zu der Zeit etwa vierhundert Einwohner hatte, ist die Zahl von 41 Mitgliedern sehr hoch. Offenbar hatte der MGV ein hohes gesellschaftliches Ansehen in der Gemeinde. Die Personen dieser “Gründergeneration” sind  namentlich aufgeführt.

  x                                     x                                                                    

Bis zum ersten Weltkrieg unterhielt der MGV enge Kontakte zu den benachbarten Vereinen. Es ist anzunehmen, obwohl nicht belegt ist, dass man das zehn- und das zwanzigjährige Stiftungsfest   gefeiert hat. Mit Ausbruch des Krieges 1914 wurde das Übungssingen eingestellt, weil viele Sänger Soldat wurden. Interessant ist eine Protokollnotiz aus dem Protokollbuch der Gemeinde Waggum:  
Im Jahre 1915 wurde beschlossen, den Frauen der Kriegsteilnehmer, die Reichsunterstützung bekommen, aus der Gemeindekasse eine Beihilfe von zwei Reichsmark für jede Frau und eine Reichsmark für jedes Kind zu zahlen.
Das 25-jährige Jubiläum des Vereins fiel in das Kriegsjahr 1917. An der Westfront bauten die deutschen Truppen eine Verteidigungsstellung, die “Siegfriedstellung”, bei Cambrai fand der erste Panzerangriff der Engländer auf Deutsche Stellungen statt. Im März 1917 brach die russische Revolution aus und im Dezember wurde an der Ostfront ein Waffenstillstand geschlossen.
Die Waggumer hatten andere Sorgen als zu feiern. Man hatte im Frühjahr 1917 den sogenannten “Steckrübenwinter” hinter sich und zu den Sorgen um das tägliche Essen kam das Bangen um das Leben von Vätern und Söhnen. Erst im Jahre 1919 wurde das Singen wieder aufgenommen.                

30 Jahre MGV Waggum

Wir erkennen auf dem Foto den Vorsitzenden Ernst Weber und neben ihm den Dirigenten, Lehrer Ziesler. Inzwischen war die Zahl der Mitglieder auf 51 angestiegen, darunter auch einige passive (Einwohnerzahl von Waggum 459).
Die sozialen Spannungen in der Weimarer Republik führten in vielen Orten zur Spaltung der Gesangvereine in bürgerliche und in Arbeitergesangvereine. Dank. der tatkräftigen Vereinsführung durch seinen 1. Vorsitzenden blieb der MGV Waggum davon verschont.                                                        

Die Protokollaufzeichnungen der Generalversammlungen sind uns ab 1931 erhalten. Damals bildeten den Vorstand:                                                                                                                                                     

Ernst Weber (1. Vorsitzender), Wilhelm Heuer (2. Vorsitzender), Hermann Engeler (Kassierer) und Heinrich Jahns (Schriftführer).

Zum  40 - jährigen Jubiläum des MG am 9. Juli 1932 erhielten die beiden noch lebenden Gründungsmitglieder Wilhelm Meier und Ernst Weber die goldene Ehrennadel. Für 25 - jährige Mitgliedschaft wurden Heinrich Jahns und Heinrich Engeler geehrt. Zur Generalversammlung am Ende des Jahres 1932 war der Kassenbestand für damalige Verhältnisse mit 102,65 Reichsmark günstig, so dass man ein Konto bei der Staatsbank einrichtete. Damals zahlten die Mitglieder einen Monatsbeitrag von 30 Pfennigen.

Das Jahr 1933 mit der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten ging an dem Verein nicht spurlos vorüber. Am 24. Mai 1933 fand eine außerordentliche Generalversammlung statt. Aufgrund des “Gleichschaltungsgesetzes” musste der gesamte Vorstand zurücktreten. Ein Staatskommissar (Walter Schrey) bestimmte den neuen Vorstand, der allerdings aus den gleichen Personen bestand. Es war lediglich die Funktion des 2. Vorsitzenden ausgewechselt worden mit der des Schriftführers. H. Jahns wurde also als 2. Vorsitzender und W. Heuer als Schriftführer bestimmt. Offenbar wollte der Staatskommissar nicht zulassen, dass zwei den Nationalsozialisten nicht genehme Personen die Spitze des Vorstandes bildeten. E. Weber und W. Heuer hatten bereits am 28. März 1933 ihren Sitz im Gemeinderat verloren, als die Nationalsozialisten eine Zwangsauflösung des Gemeinderates Waggum durchsetzten (übrigens mit drei Nein-Stimmen). Das Protokoll dieser Sitzung des MGV Waggum ist nachfolgend abgebildet.
Eine Folge der Gleichschaltung war auch der Beitritt zum Nationalsozialistischen Allgemeinen Deutschen Sängerbund. Interessant ist, dass die nachfolgenden Protokolle der Generalver- sammlungen immer den Zusatz enthalten: “Der Vorstand wurde entsprechend dem Gleichschaltungsgesetz gewählt”.

Die Zeit zwischen 1933 und 1945

Durch den Flugplatzbau, den Bau der Autobahn und des Mittellandkanals wurden viele Arbeitskräfte benötigt. Einige blieben in Waggum “hängen”. So stieg die Einwohnerzahl bis 1939 auf 615.
Zum 45. Stiftungsfest am 11. /12. Juli 1937 liegen wieder ausführliche Protokollnotizen vor. Als Gastvereine waren eingeladen: Querum, Rühme, Veltenhof, Wenden, Thune, Bevenrode, Essenrode, Sülfeld, Wendhausen, Hondelage und der MIAG-Chor. Von der Veranstaltung liegt eine Mitschrift einer offiziellen Ansprache vor.

50 Jahre MGV

Das 50. Jubiläum fiel in das Kriegsjahr 1942. Von diesem Jahr liegt auch die letzte vollständige Kassenabrechnung aus den Kriegsjahren vor: Beitrag 50 Pfennig, Kassenbestand 2 10,57 RM ,               8 Sänger im 1. Tenor, 6 im 2. Tenor, je 8 im 1. und 2. Baß von den 30 Sängern waren 9 im Kriegsdienst, 3 sind später als gefallen eingetragen (W. Flohr, 0. Müller, H. Eßmann).
Der MGV Waggum hatte in dieser Zeit das Singen eingestellt, die meisten Sänger standen an der Front. Der MGV hielt, obwohl das Übungssingen eingestellt worden war, regelmäßig seine Generalversammlungen ab. Auffällig ist, dass die Versammlungen nicht mehr mit dem Deutschen Sängergruß schlossen, sondern mit der “Führerehrung”. In dieser Zeit ist der MGV Waggum auch öffentlich beim Kreishandwerkertag 1943 aufgetreten.

Die Zeit nach dem Kriege

Waggum wurde nach dem Kriege zunächst von amerikanischen und ab 1.7.1945 von britischen Truppen besetzt. Sie quartierten sich im Gasthof “Grüner Wald” ein. Durch unachtsames Hantieren mit Spritkochern kam es 1946 zu einem Brand, dem das Vereinslokal zum Opfer fiel.
Drei Jahre nach Kriegsende erhielt der MGV Waggum 1948 von der britischen Militärregierung der Erlaubnis zum Singen. Unter der Leitung des damaligen Lehrers Hermann Nötel jun. nahm man das Übungssingen wieder auf. Als Sangeslokal diente der Gasthof “Zum Lindengarten”.
Der seit 1933 amtierende Vorstand stellte sich weiterhin zur Verfügung. 1949 verstarb Ernst Weber. Er hatte dem Verein 28 Jahre vorgestanden. Am 28. 12. 1949 wählte die Generalversammlung einen neuen Vorstand:                     

Erich Gebhardt 1. Vorsitzender, Heinrich Jahns sen. 2. Vorsitzender, Hermann Lüer sen. Kassierer, und Wilhelm Heuer Schriftführer.

Im Mai 1951 übernahm der Lehrer Hans Reinhardt den Dirigentenstab.                                                     
Durch die Aufnahme von Vertriebenen aus den Ostgebieten hatte sich die Einwohnerzahl Waggums auf 1041 erhöht. Im Verein herrschte zu jener Zeit ein großes Zusammengehörigkeitsgefühl. Nach der Not und den Entbehrungen der Kriegszeit feierte man gern und oft. Der MGV führte regelmäßig - sehr zum Wohlgefallen der Bevölkerung - Theaterstücke auf. Auch der Austausch mit Nachbarvereinen war sehr rege. Entfernungen spielten keine Rolle und wurden zu Fuß bewältigt. Und bei Sängerfesten von Nachbarvereinen wurde immer ein Fass Freibier getrunken.
Die positive Entwicklung hielt bis in die sechziger Jahre an. Aus dieser Zeit sind auf den folgenden Seiten zwei Mitgliederlisten abgedruckt, der eine oder andere von wird sich oder einen Bekannten dort wiederfinden.                                                                                                                                                         

Das 60. Stiftungsfest
wurde am 6. und 7. Juli 1952 gefeiert. Der Festbeitrag betrug 1,00 DM            

Die Zeit von 1972 bis zum 100-jährigen Jubiläum 1992

Nachdem sich Anfang der siebziger Jahre herausgestellt hatte, dass der Verein infolge schwacher Besetzung der einzelnen Stimmen bei den Singabenden häufig nicht sangesfähig war, was zur Folge hatte, dass neues Liedgut kaum noch eingeübt werden konnte, wurde in der Generalversammlung 1972 beschlossen, den Verein ruhen zu lassen. Eine Auflösung wurde abgelehnt, weil man die Hoffnung hatte, dass es in absehbarer Zeit möglich sein werde, erneut singen zu können. In der Zwischenzeit trafen sich die Sänger gelegentlich zum Einsingen, um bei besonderen Ehrungen von Vereinsmitgliedern ein Ständchen singen zu können. Im Herbst 1977 fanden sich genügend aktive alte und neue Sänger, um wieder mit dem Singen zu beginnen. Hans Reinhardt dirigierte den Chor weiterhin. Er hatte aber wegen seiner beruflichen Belastung erklärt, dem Verein höchstens ein Jahr zur Verfügung zu stehen und den Vorstand in die Pflicht genommen, in dieser Zeit einen anderen Dirigenten zu finden, im Januar 1979 übernahm Rudi Machartz den Chor. Da er zum Einüben der Lieder ein Klavier benötigte, wurde ein gebrauchtes Klavier angeschafft. Nach dem Neubeginn 1978 wuchs der MGV überraschend schnell auf 45 aktive Sänger und erreichte gute Leistungen beim Singen in der Gemeinde und bei auswärtigen Chorsingen. 

Der Chor zum 90. Jubiläum 1982 

Im selben Jahr feierte die Gemeinde ihr 975-jähriges Bestehen.Das letzte Jahrzehnt vor dem 100-jährigen Jubiläum stand für die Sänger ganz im Zeichen einer Steigerung der sängerischen Leistung, was vor allem unter der musikalischen Leitung von Gerhard Paes seit 1984 deutlich zu erkennen ist. Der MGV Waggum kann sich in der Öffentlichkeit hören lassen. Das “Hofsingen” auf dem Bauernhof Neuhoff-Pradella und das Adventssingen in den Kirchen von Waggum und Bevenrode waren feste Bestandteile des jährlichen Programms. Höhepunkt des Hofsingens im Jahr 1991 war sicherlich der Auftritt des lettischen Chores aus Daugavpils. Bei Chorkonzerten der Nachbarvereine tritt der MGV gern auf und ist stets aktiv (z. B. mit fantasievollen Umzugswagen) bei den Waggumer Volksfesten dabei. Im Jahre 1987 trat der MGV Waggum dem Deutschen Allgemeinen Sängerbund e. V. bei. Damit wurden die Kontakte zu anderen Chören noch erweitert. Im Oktober 1989 stand der MGV “Pate” bei der Gründung des “Waggumer Frauenchores”, die nicht zuletzt auf Initiative von Karl-Heinz Zöllkau (Vorsitzender) und Erich Funke (2. Vorsitzender) zurückzuführen ist. Wir Sänger freuen uns, dass seitdem in Waggum auch ein Frauenchor existiert, der in der Zeit seines Bestehens unter der Leitung von Gerhard Paes und Rolf Schäfer bereits beachtliches Können bewiesen hat.
Seit Januar 1990 verbindet den MGV Waggum eine besondere Freundschaft mit den MGV Schwanebeck im Kreis Halberstadt, die von “Fritze” Ludwig angebahnt wurden. Viele gegenseitige Besuche gab es seitdem. Als Höhepunkt sind das gemeinsame Chorkonzert auf der Huysburg 1991 zu erwähnen und die jährlichen Begegnungen zum Baumhofsingen in Schwanebeck und zum Scheunensingen in Waggum.

Das 100-jährige Jubiläum 1992

Das Jahr 1992 stand ganz im Zeichen des 100-jährigen Jubiläums des Vereins. Der Dirigent hatte sich mit dem Chor viel vorgenommen: Das Einüben der Männerchorbearbeitung der Chöre aus der Operette „Maske in Blau „ von Fred Raymond. Am 16. Mai 1992 fand die Aufführung in einem glanzvollen Festkonzert in der Segelflugzeughalle der Berliner Segelflieger statt. Unterstützt wurde der Chor durch ein Orchester, eine Pianistin und den Tenor Rolf Völke.
In Rahmen dieses Festkonzertes überreichte Frau Prof. Dr. Pollmann, Kulturdezernentin der Stadt Braunschweig, dem MGV die vom Herrn Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker verliehene Zelterplakette an den Vorsitzenden Karl Heinz Zöllkau.
Das 100-jährige Jubiläum wurde auch im Rahmen des Waggumer Volksfestes vom 12.-15. Juni
gefeiert.                                                                                                                                                                                

Zum Weihnachtskonzert 1992 trat der MGV erstmals in der neuen Chorkleidung auf.                         

Das Jahr schlossen wir dann mit der Aufführung der „Brieger Christnacht“ im Weihnachtskonzert zusammen mit dem Waggumer Frauenchor ab. Dieses Weihnachtskonzert fand das Interesse vieler Schlesier, die auch von außerhalb kamen.
1997 wurde eine neue Satzung erarbeitet. Sie war die Voraussetzung für die Eintragung in das Vereinsregister beim Amtsgericht Braunschweig und wurde von der Hauptversammlung am 23.
Januar 1998 beschlossen. Der MGV-Waggum ist seit dem eingetragener Verein e.V.
Die Teilnahme an den Niedersächsischen Chortagen vom 21. - 24.06. in Helmstedt war ein besonderes Erlebnis. Wir sangen gemeinsam mit dem Frauenchor im Brunnentheater.                                           
Zum Ende des Jahres  1998 gab Gerhard Paes nach 14-jähriger Tätigkeit als Chorleiter auf.             

Als neuen Chorleiter gelang es, den Bezirkschorleiter Rolf Schäfer zu gewinnen. Damit begann
eine Ära, die mit einem neuen Übungsstil eine Leistungssteigerung bewirkt. Bereits beim Regional-
konzert des Wettbewerbes "Niedersachsen singt", das Vom NDR Radio Niedersachen 1999 durch-
geführt wurde, errang der MGV-Waggum den 1. Platz.
Im  November 1999 begab sich der Chor auf eine Reise nach Norden in Ostfriesland zu einem
Freundschaftssingen mit dem MGV Norden.
In der Hauptversammlung am 21.Januar 2010 legte Karl-Heinz Zöllkau nach 30-jähriger
Vorstandsarbeit sein Amt als 1. Vorsitzender nieder. Die Versammlung wählte ihn zum Ehrenvorsitzenden. Zum Neuen Vorsitzenden wurde Michael Eggeling gewählt.
Im Rahmen der EXPO 2000 fand in Braunschweig eine Klangmeile statt. Sie stand unter dem
Motto "Tausend Stimmen  auf den schönsten Plätzen der Braunschweiger Innenstadt. Wir nahmen daran teil. Im September 2000 fand das Scheunensingen erstmals in Eggelings Scheune statt. Es waren 6 Chöre beteiligt. Im Oktober feierten wir das 10-jährige Bestehen unserer Sängerfreundschaft mit dem MGV Schwanebeck.
Im Juni 2002 feierte der Verein seinen 110. "Geburtstag" in jugendlicher Frische. Er war auf 49
aktive Sänger angewachsen. Auch die Zahl der fördernden Mitglieder stieg auf 26. Höhepunkt
war das Scheunensingen am 1. September. Die fachkundigen Zuhörer lobten die gute Akustik in
der Scheune, die den Gesang gut unterstützte.

Am 18. und 19. Oktober begab sich der Chor auf eine Reise nach Thüringen. Wir besuchten des ältesten Männergesangverein Deutschlands, den MGV Elleben bei Erfurt. Die Sangesfreunde in Elleben hatten einen Abend im Dorfgemeinschaftshaus vorbereitet. Nach einem gemeinsamen
Konzert, in dem Lieder auf hohem Niveau vorgetragen wurden, wurden nach den Klängen einer Kapelle getanzt.
Selbstverständlich stand auch auf dem Programm eine Besichtigung der Warthburg und der Stadt
Erfurt. Abschluss war unser Gesang im Naumburger Dom.
 Im Jahre 2004 schlossen sich der Deutsche Sängerbund und der Deutsche Allgemeine Sängerbund zum Deutschen Chorverband zusammen. Damit wurde die Jahrzehnte währende Konkurrenz zwischen diesen beiden Sängerbünden beendet. Es ist zu hoffen, dass dieser neue Verband die Interessen der Sängerinnen und Sänger in Deutschland mit geeinter Stärke vertritt. Der MGV Waggum ist jetzt Mitglied im Deutschen Chorverband.
Am 13. Oktober 2004 konnten wir dem Waggumer Frauenchor zu seinem 15-jährigen Bestehen im Festkonzert in der Kirche gratulieren.
Im Weihnachtskonzert 2005 wurde das Chorwerk „Heilige Nacht“ von Eckhard Bonitz aufgeführt. Beteiligt war der MGV, der Frauenchor, der Singkreis Rautheim und ein Streichorchester.                  Die Vorbereitung war intensiv. Damit sich der Fleiß auch lohnte, wurde das Chorwerk auch in Rautheim in der Aula der Schule und am

1. Weihnachtstag in der Klosterkirche Riddagshausen mit Orgelbegleitung durch den Organisten Karras aufgeführt. Dieses Konzert war ein musikalischer Höhepunkt, der alle Beteiligten zu einer besonderen Leistung anspornte.
Das Jahr 2006 verlief verhältnismäßig ruhig und stand schon unter der Vorbereitung des 115.Jubiläums des Vereins, das zusammenfällt mit dem 1000-jährigen Bestehen unseres Dorfes. Wir hoffen, dass dieses außerordentliche Jubiläum für die Gemeinde und für den MGV Waggum ein unvergessliches Ereignis wird!

Das Jahr 2007 stand ganz im Zeichen des Festaktes und der Feiern zum 1000-jährigen Bestehen
des Ortes Waggum, an denen unsere Sangesfreunde in unterschiedlichen Funktionen beteiligt waren.
Sie begannen am 14. Januar mit einem Festgottesdienst in der Kirche und er anschließenden Einwei- hung des neugestalteten Feuerbrunnes mit einer Tierskulptur, die der Künstler Magnus Klein-Tebbe
geschaffen hatte. Am 24. Januar war der Vorstand an dem Festakt beteiligt, den die Stadt in der Dornse für alle sechs Orte ausrichtete, die 1000 Jahre alt wurden (Waggum, Harxbüttel, Melverode, Rühme, Stöckheim, Veltenhof). Ihre Namen wurden in einer Urkunde des Kaisers Heinrich II  vom 24. Januar 1007 erwähnt. Am 25 März hielt der Heimatpfleger und Sangesfreund Hans Reinhardt einen Festvortrag über die Geschichte Waggums. Die Kirche war bei diesem Lichtbildervortrag übererfüllt. Deswegen wurde er am 23. Mai wiederholt. Höhepunkt des Jubiläumsjahres war zweifellos, das vom MGV vorbereitete Volksfest, das sich vom  14. - 18. Juni über vier Tage erstreckte. Es war um einen Jugendtag erweitert worden. Der Festumzug bot ein historisches Bild des Ortes über die Jahrhunderte. Wir Sänger hatten uns im Fundus des Halbertädter Theaters mit Kostümen versorgt
und boten mit unseren Kostümen einen Querschnitt durch die "Mode" vergangener Zeiten. Es war der längste Festumzug in der 60-jährigen Geschichte des Waggumer Volksfestes. Auch unser traditionelles Scheunensingen am 2. September und das Erntedankfest rund um die Kirche am
29. September standen ganz unter dem Motto "1000 Jahre Waggum".

Im Jahre 2008 ließen wir es etwas ruhiger anlaufen. Aber das Scheunensingen am 31. August
und das Weihnachtssingen am 13. Dezember fanden statt. Eine Busfahrt nach Ostfriesland vom
10.-12. Oktober ließ uns Nordseeluft schnuppern.

Im Jahre 2009 feierte der Waggumer Frauenchor sein 20-jähriges Bestehen. Der MGV war an zwei
Konzerte des Frauenchores, am 6. Juni und am 13. Oktober beteiligt:
Beide Chöre haben auch das 10-jährige Wirken Rudolf Schäfers als Chorleiter der Chöre mit einem Liederabend  begangen.

In der Jahreshauptversammlung 2010 am 15.01. gab Michael Eggeling nach 10-jähriger Tätigkeit
seinen Vorsitz ab. Als Nachfolger wurde Dieter Bolling gewählt.
Höhepunkte dieses Sängerjahres waren konzertmäßig die Braunschweiger Kulturnacht am 28.08., Tag der Braunschweigischen Landschaft am 29.08., Scheunensingen am 5.09. und  das Weihnachts- konzert am 11.12.
Gefeiert wurde das Brunnenfest in Bevenrode am 6.06. und die 20-jährige Freundschaft mit dem
MGV Schwanebeck am 1.08. mit einer Floßfahrt auf der Oker und einem gemeinsamen Essen beim
Sangesfreund Willi Kleemann. Ein Weihnachtsmarkt rund um die Kirche fand am 27.11. statt.
Im April (10.04.) fuhren wir nach Hopte an die Elbe zu einer Dampferfahrt und einem Stintessen.

Im Jahr 2011
begannen die Vorbereitungen für das 120. Vereinsjubiläum im Jahr 2012. Mit
der Feier zu diesem Jubiläum am Volksfest, das der MGV gestaltet, sind viele Vorbereitungen
verbunden, die hauptsächlich den Vorstand und den Festausschuss belasten. Natürlich mussten
auch weitere Termine wahrgenommen werden.                                                                                             

Im Mai wurde in einer fröhlichen Feier der Maibaum aufgestellt, der vom Siedlerbund geplant
bearbeitet wurde. Am 3.09. beteiligte sich der Verein am 160.Jubiläum des MGV Querum, beim Festkonzert in der Marienkirche. Einen Tag später fand unser Scheunensingen statt Am 24.09. waren wir in der freien Natur zu einem Chorgesang am Lagerfeuer in Grassel. Das Weihnachtskonzert (Jahresabschluss-Singen) mit der anschließenden Weihnachtsfeier fand  am 10. Dezember statt. Und den chorischen Jahresabschluss bildete das Weihnachtssingen in der Klosterkirche Riddagshausen.

Das Jubiläumsjahr "120 Jahre MGV Waggum" 2012 begann mit einem Chorkonzert des Waggumer Frauenchores am 9.06. Das Volksfest fand vom  15. -18. Juni 2012 statt. Natürlich gab es eine besondere  Überraschung beim Festkommers, als die Vereine mit ihren Vorführungen die Zuschauer unterhielten. Der MGV stellte seine "Zylindermänner" vor. Es war umwerfend komisch, wie sich die vier Zylinder nach der Musik bewegten und führte zu begeisterndem Beifall! Das festliche Konzert zum Jubiläum wurde am 4.09. beim Scheunensingen nachgeholt. Es wurde ein voller Erfolg, weil die beteiligten Chöre gute Leistungen zeigten. Am 22.09. feierte der MGV Grassel sein 125-jähriges Bestehen. Wir waren dabei.
Der Weihnachtsmarkt in und am evangelischen Gemeindezentrum erfreute seine Besucher am 1.12.
und wurde gut angenommen und das Weihnachtskonzert am 15.12. hat uns und die Gemeinde voll auf Weihnachten eingestimmt.

Das Jahr2013 begann mit den Chortagen in Waggum und gab uns Gelegenheit jüngere und andere Chöre zu hören. Neben dem Volksfest in Waggum vom 21. -24.06. hatte auch Bevenrode ein Volksfest am 11.08. am 9.09. war unser Scheunensingen Das Oktoberfest erlebten wir beim Nachbarverein Grassel am 12.10.
Unser Weihnachtskonzert  war geprägt durch das Krippenspiel, das unser Chorleiter mit einigen
Sängern vorbereitet hatte. Es verbreitete eine besondere Atmosphäre vor Weihnachten.
Im Durchschnitt hat der Verein jährlich ca. 30 Termine.                                                                                
Im Jahr 2014 waren es 34 Termine.                                                                                                                   

In der Jahreshauptversammlung, am 17.01.2014 wurde Andreas Schlüter als Nachfolger von Dieter
Bolling zum1. Vorsitzenden gewählt. 
Die Auftritte begannen mit dem Frühjahrskonzert in Grassel am 15.03. und mit einem Firmenjubiläum unseres Reiseveranstalters "Uli-Reisen". Höhepunkt war eine 2-tägige Fahrt nach Dresden. Damals noch ohne Pegida! In einem guten Hotel untergebracht, hatten wir die notwendige Basis für unsere Erkundungen. Eindrucksvoll war die Besichtigung und ein Konzert in der Frauenkirche. Der zweite Tag bescherte uns eine sehr schöne Fahrt mit einem Raddampfer nach Pillnitz. Leider wurde unsere Absicht, nachmittags im wundervollen Park des Schlosses spazieren zu gehen, durch starken Regen verhindert . Nach einer Fährüberquerung auf die andere Seite der Elbe,
waren wir froh, im trockenem und warmen Bus die Heimreise anzutreten.
Am 27.07. traten wir beim Tag der Braunschweigischen Landschaft in Vechelde auf. Nach einem
gelungenen und gut besuchten Scheunensingen am 14.09. beteiligten wir uns am Erntedankfest rund
um die Kirche. Zur Verabschiedung unsres Dirigenten Rudolf Schäfer in den Ruhestand sangen wir
ihm ein Ständchen in der Klosterkirche. Einen Tag später feierte der Waggumer Frauenchor sein
25-jähriges  Bestehen mit unserer Beteiligung. Schließlich beendeten wir das Jahr mit dem  Weihnachtskonzert am 13. Dezember.

Höhepunkt des Jahres 2015 war das Chorkonzert im Kloster Huysburg aus Anlass unserer 25-jährigen Sängerfreundschaft mit dem MGV Schwanebeck. Sehr anstrengend war unsere Teilnahme
am Scheunensingen in Thune am 4. Juli. Es war eine "Hitzeschlacht". Wir sangen bei 40grad Hitze!  
Unser Scheunensingen am 6. September war angenehmer bei erträglichen Temperaturen. Der Bierumsatz war allerdings geringer als in Thune. Nach 3 Jahren fand wiederum ein Weihnachtsmarkt
an der Kirche statt. Unser Weihnachtskonzert war gut besucht und den Abschlussgesang im alten Jahr ließen wir am 13. Dezember mit dem Postmännerchor in der Magnikirche erklingen.

2016 war ein normales Jahr mit den üblichen Vorhaben: Jahreshauptversammlung, Braunkohl- wanderung, Fahrradtour am Himmelfahrtstag, Scheunensingen, Herbstmarkt und Weihnachtskonzert
mit Weihnachtsfeier. Natürlich wurde auch an der Vorbereitung zum Volksfest 2017 mit unserem 125-jährigen Jubiläum gearbeitet.